Beratungskompetenz für die Wirtschaft in Frankfurt
Service für bestehende Betriebe und ansiedlungsinteressierte Investoren
Die Wirtschaftsförderung für eine Metropole wie Frankfurt am Main denkt, plant und handelt in einem weiten Aktionsfeld.Einmal ist das Standortmarketing im Wettbewerb um ansiedlungsinteressierte Unternehmen auf dem internationalen Forum gefordert, „auf der großen Bühne“, wie Geschäftsführer Peter Kania formuliert: „Die große Arie ist erforderlich, wenn wir im vielstimmigen Konzert der Standorte wahrgenommen werden wollen. Dabei arbeiten wir sehr eng mit der FRM – Frankfurt Rhein-Main GmbH, der regionalen Standort-Marketing-Gesellschaft, zusammen.“ Die großen Investitionen sind indes selten. Experten schätzen, dass weltweit nur fünf Investitionen jährlich mit einem Volumen von eintausend Arbeitsplätzen realisiert werden.
Investorenberatung
Die meisten Neuansiedlungen haben sehr viel bescheidenere Dimensionen. Darauf hat sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt eingestellt. Sie begleitet und unterstützt Ansiedlungsinteressenten von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Geschäftseröffnung. Der Service umfasst den schnellen Zugang zu Informationen, die Anbahnung von Kontakten zu den richtigen Institutionen und das Lotsen durch die administrativen Prozesse. Unterstützung gibt die Wirtschaftsförderung zudem in Kooperation mit der privaten Immobilienwirtschaft und der städtischen Liegenschaftsverwaltung bei der Suche nach Büros, Gewerberäumen, Grundstücken, Lagerräumen und Geschäften.
Die meisten Neuansiedlungen haben sehr viel bescheidenere Dimensionen. Darauf hat sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt eingestellt. Sie begleitet und unterstützt Ansiedlungsinteressenten von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Geschäftseröffnung. Der Service umfasst den schnellen Zugang zu Informationen, die Anbahnung von Kontakten zu den richtigen Institutionen und das Lotsen durch die administrativen Prozesse. Unterstützung gibt die Wirtschaftsförderung zudem in Kooperation mit der privaten Immobilienwirtschaft und der städtischen Liegenschaftsverwaltung bei der Suche nach Büros, Gewerberäumen, Grundstücken, Lagerräumen und Geschäften.
Gewerbeberatung
Die Gewerbeberatung der Wirtschaftsförderung Frankfurt besteht aus einem Team von acht Mitarbeiter/-innen, die sich pro-aktiv um die Anliegen bestehender Betriebe kümmern, die an ihrem Standort Probleme haben. Die Experten suchen im Bedarfsfall die Betriebe auf, um mit ihnen gemeinsam konkrete Problemlösungen zu erarbeiten. Die Gewerbeberatung kann in der ganzen Bandbreite tätig werden, wenn Standortfragen betroffen und administrative, gewerbe- oder planungsrechtliche Regelungen erforderlich oder branchenspezifische Situationen zu klären sind. Dazu gehört die Kontaktaufnahme mit städtischen Ämtern und ggf. auch mit weiteren Einrichtungen und Institutionen. Hier hat die Gewerbeberatung eine Mittlerfunktion mit städtischen Ämtern, Gesellschaften und Institutionen.
Darüber hinaus gibt es in der Gewerbeberatung eine spezielle Ansprechpartnerin für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze und die Vermittlung geeigneter Auszubildender.
Die Zuständigkeiten sind matrixartig organisiert: Jeder Gewerbeberater betreut schwerpunktmäßig Unternehmen in ausgewählten Branchen. Kleine und mittlere Betriebe ohne Zuordnung zu den Branchenschwerpunkten finden ihren zuständigen Gewerbeberater über den Stadtteil, in dem sie ansässig sind. Im Rahmen der wirtschaftsbezogenen Stadtteilarbeit sind die Gewerbevereine und Interessengemeinschaften mit einbezogen.
Die Gewerbeberatung der Wirtschaftsförderung Frankfurt besteht aus einem Team von acht Mitarbeiter/-innen, die sich pro-aktiv um die Anliegen bestehender Betriebe kümmern, die an ihrem Standort Probleme haben. Die Experten suchen im Bedarfsfall die Betriebe auf, um mit ihnen gemeinsam konkrete Problemlösungen zu erarbeiten. Die Gewerbeberatung kann in der ganzen Bandbreite tätig werden, wenn Standortfragen betroffen und administrative, gewerbe- oder planungsrechtliche Regelungen erforderlich oder branchenspezifische Situationen zu klären sind. Dazu gehört die Kontaktaufnahme mit städtischen Ämtern und ggf. auch mit weiteren Einrichtungen und Institutionen. Hier hat die Gewerbeberatung eine Mittlerfunktion mit städtischen Ämtern, Gesellschaften und Institutionen.
Darüber hinaus gibt es in der Gewerbeberatung eine spezielle Ansprechpartnerin für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze und die Vermittlung geeigneter Auszubildender.
Die Zuständigkeiten sind matrixartig organisiert: Jeder Gewerbeberater betreut schwerpunktmäßig Unternehmen in ausgewählten Branchen. Kleine und mittlere Betriebe ohne Zuordnung zu den Branchenschwerpunkten finden ihren zuständigen Gewerbeberater über den Stadtteil, in dem sie ansässig sind. Im Rahmen der wirtschaftsbezogenen Stadtteilarbeit sind die Gewerbevereine und Interessengemeinschaften mit einbezogen.
Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Hanauer Landstraße 126 - 128
60314 Frankfurt am Main
Tel. 069 / 212 36 209
Fax 069 / 212 98 00
info@frankfurt-business.net
www.frankfurt-business.net
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"Hochleistungsstandort Frankfurt - Gateway für den europäischen Markt“
Peter Kania, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, über Standortvorteile und Perspektiven der Rhein-Main-Region
Ist die Wirtschaftsförderung eine Art Ansiedlungsagentur, die Unternehmen an den Standort Frankfurtholen soll?Peter Kania: Die von außen kommenden großen industriellen Ansiedlungen sind eher das Thema der sechziger und siebziger Jahre. Heute ist es an der Tagesordnung, dass Unternehmen sich in Frankfurt ansiedeln, um ihre Produkte hier zu verkaufen. Sie starten im Normalfall mit kleinen Einheiten, die mit wachsendem Erfolg ausgebaut werden. Das kann bis zur Errichtung von Lager und Endmontage gehen. Unternehmen können in Frankfurt günstig produzieren, wenn sie eigenen Grund und Boden haben oder wenn sie so hoch spezialisiert sind, dass die Grundstückskosten kein entscheidender Kalkulationsfaktor sind, wie z. B. in den Bereichen von Prototypenentwicklung oder Ingenieurproduktion. Diese Unternehmen sind in Frankfurt gut aufgehoben und passen ins Wirtschaftsgefüge. Die größeren Ansiedlungen betreffen die Dienstleistungen – Finanzen, Handel, Business-to-Business, unternehmensnahe Dienstleistungen. Die strukturellen Entwicklungen lassen sich am Beispiel von Chemie und Pharma aufzeigen. Für die Fertigung im industriellen Maßstab sind Infrastrukturen, die man nicht einfach auf der grünen Wiese errichten kann, und Know-how erforderlich, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Die großen Einheiten sind dem internationalen Konzentrationsprozess der neunziger Jahre zum Opfer gefallen. In der Folge sind aber viele neue Unternehmen entstanden. Für die Stadtökonomie zählt das Ergebnis: Im Industriepark Höchst arbeiten heute mehr Menschen als je zuvor. Aus der Sicht der Stadt kommt es auf das Wirtschaftswachstum, die Entwicklung des Arbeitsmarktes und die Stärkung der Steuerkraft an.
Setzen Sie im Sinn der "Bestandspflege" also auf die Zusammenarbeit mit den bestehenden Unternehmen?
Kania: 95 Prozent der Unternehmen haben weniger als einhundert, meist weniger als fünfzig Beschäftigte. Der Hochleistungsstandort Frankfurt unterscheidet sich darin nicht von anderen deutschen Regionen. Diese Betriebe sind stärker an den Standort Frankfurt gebunden, hier können und müssen wir den Hebel ansetzen, um etwas zu bewirken. Dafür suchen wir den aktiven Kontakt zu den Unternehmen in einer sehr frühen Phase, um Lösungen bei den lokalen Faktoren zu schaffen: Verkehrsanbindung, Erreichbarkeit, ruhender Verkehr, Grundstücksfragen, Nachbarschaftssituationen und planungsrechtliche Probleme. Bestandspflege ist in erster Linie eine Beratungsaufgabe, jährlich haben wir etwa 1.200 Betreuungsfälle, bei denen wir behilflich sind. Wir verstehen uns dabei als ein Interessenswalter und -wahrer der Wirtschaft in einem System unterschiedlicher Zuständigkeiten und als Schnittstelle der Unternehmen zur Verwaltung. Wichtig ist, dass die Unternehmen die Wirtschaftsförderung kennen und wissen, dass sie im Bedarfsfall Unterstützung von uns bekommen.
Kania: 95 Prozent der Unternehmen haben weniger als einhundert, meist weniger als fünfzig Beschäftigte. Der Hochleistungsstandort Frankfurt unterscheidet sich darin nicht von anderen deutschen Regionen. Diese Betriebe sind stärker an den Standort Frankfurt gebunden, hier können und müssen wir den Hebel ansetzen, um etwas zu bewirken. Dafür suchen wir den aktiven Kontakt zu den Unternehmen in einer sehr frühen Phase, um Lösungen bei den lokalen Faktoren zu schaffen: Verkehrsanbindung, Erreichbarkeit, ruhender Verkehr, Grundstücksfragen, Nachbarschaftssituationen und planungsrechtliche Probleme. Bestandspflege ist in erster Linie eine Beratungsaufgabe, jährlich haben wir etwa 1.200 Betreuungsfälle, bei denen wir behilflich sind. Wir verstehen uns dabei als ein Interessenswalter und -wahrer der Wirtschaft in einem System unterschiedlicher Zuständigkeiten und als Schnittstelle der Unternehmen zur Verwaltung. Wichtig ist, dass die Unternehmen die Wirtschaftsförderung kennen und wissen, dass sie im Bedarfsfall Unterstützung von uns bekommen.
Wo sehen Sie die wichtigsten Standortvorteile?
Kania: An erster Stelle: Frankfurt hat Gateway-Funktion für den europäischen Markt und zeichnet sich durch Faktoren aus, die ich als "Konnektivität" bezeichne: zentrale Lage, hervorragende Verkehrsinfrastruktur und hohe Frequenz. Es macht einen Unterschied, ob ich einmal die Woche nach China fliegen kann oder sechsmal am Tag. In diesem Bereich ist Frankfurt schwer zu schlagen. Weltweit der achtgrößte Flughafen ist ein starkes Argument. Eine zweite Standortqualität ist die hohe Wirtschaftskraft in Verbindung mit Strukturvielfalt. Ein Bruttoinlandsprodukt von 88.000 Euro pro Erwerbstätigem bedeutet den Spitzenplatz. 200 Mrd. Euro Bruttoinlandsprodukt in der Rhein-Main-Region mit fünf Millionen Einwohnern ergeben einen Anteil von acht bis neun Prozent am gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukt. Das dritte Argument ist die Internationalität – kein Wert an sich, aber eine einzigartige Basis im globalen Wettbewerb. 20 Prozent unserer Unternehmen sind ausländisch. Denken Sie auch an Frankfurt als Messeplatz: IAA, ACHEMA und Buchmesse sind weltweite Leitmessen. Ein Indikator für die Dynamik ist die steigende Einwohnerzahl: Die Marke von 680.000 haben wir überschritten. Wohnungsbauprojekte wie Deutschherrenufer, Westhafen und Riedberg haben Möglichkeiten geschaffen, in der Kernstadt zu wohnen.
Kania: An erster Stelle: Frankfurt hat Gateway-Funktion für den europäischen Markt und zeichnet sich durch Faktoren aus, die ich als "Konnektivität" bezeichne: zentrale Lage, hervorragende Verkehrsinfrastruktur und hohe Frequenz. Es macht einen Unterschied, ob ich einmal die Woche nach China fliegen kann oder sechsmal am Tag. In diesem Bereich ist Frankfurt schwer zu schlagen. Weltweit der achtgrößte Flughafen ist ein starkes Argument. Eine zweite Standortqualität ist die hohe Wirtschaftskraft in Verbindung mit Strukturvielfalt. Ein Bruttoinlandsprodukt von 88.000 Euro pro Erwerbstätigem bedeutet den Spitzenplatz. 200 Mrd. Euro Bruttoinlandsprodukt in der Rhein-Main-Region mit fünf Millionen Einwohnern ergeben einen Anteil von acht bis neun Prozent am gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukt. Das dritte Argument ist die Internationalität – kein Wert an sich, aber eine einzigartige Basis im globalen Wettbewerb. 20 Prozent unserer Unternehmen sind ausländisch. Denken Sie auch an Frankfurt als Messeplatz: IAA, ACHEMA und Buchmesse sind weltweite Leitmessen. Ein Indikator für die Dynamik ist die steigende Einwohnerzahl: Die Marke von 680.000 haben wir überschritten. Wohnungsbauprojekte wie Deutschherrenufer, Westhafen und Riedberg haben Möglichkeiten geschaffen, in der Kernstadt zu wohnen.
Welche Zukunftsimpulse kann die Wirtschaftsförderung geben?
Kania: Frankfurt verfügt über eine moderne Wirtschaftsstruktur. Mit "modern" meine ich, die Unternehmen bedienen wachsende Märkte. Das ist die Fahrkarte in die Zukunft. Als Wirtschaftsförderung leisten wir unseren Beitrag, u. a. durch ein Schlüsselprojekt im Bereich gentechnologischer Verfahren für die Chemie- und Pharmaindustrie, das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ). Durch dieses Business-Development-Center fördern wir den Knowhow-Transfer im Sinne "from mind to business", von der Grundlagen- und angewandten Forschung hin zur Kommerzialisierung. Mit den Aufbauphasen I und II haben wir die Infrastrukturvoraussetzungen geschaffen, die jetzt von 14 Unternehmen mit 300 Arbeitsplätzen genutzt werden. Das ist nicht die große Zahl, aber ein deutliches Signal in Richtung innovativer Technologien und ihrer industrieller Anwendung am Standort Frankfurt. In der aktuellen Phase III mietet die Betreibergesellschaft 3.000 Quadratmeter bei einem privaten Investor zur Untervermietung in kleineren Einheiten.
Wir können Impulse geben und Infrastrukturvoraussetzungen schaffen, also in die Standortqualität investieren, aber wir können und wollen nicht einzelne Unternehmen fördern, deren Zukunftsfähigkeit wir vermuten. Der Markt muss entscheiden, ob und wie er diese Infrastrukturangebote annimmt und umsetzt. Wir greifen nicht in den Wettbewerb ein, in dem sich starke Unternehmen behaupten müssen.
Kania: Frankfurt verfügt über eine moderne Wirtschaftsstruktur. Mit "modern" meine ich, die Unternehmen bedienen wachsende Märkte. Das ist die Fahrkarte in die Zukunft. Als Wirtschaftsförderung leisten wir unseren Beitrag, u. a. durch ein Schlüsselprojekt im Bereich gentechnologischer Verfahren für die Chemie- und Pharmaindustrie, das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ). Durch dieses Business-Development-Center fördern wir den Knowhow-Transfer im Sinne "from mind to business", von der Grundlagen- und angewandten Forschung hin zur Kommerzialisierung. Mit den Aufbauphasen I und II haben wir die Infrastrukturvoraussetzungen geschaffen, die jetzt von 14 Unternehmen mit 300 Arbeitsplätzen genutzt werden. Das ist nicht die große Zahl, aber ein deutliches Signal in Richtung innovativer Technologien und ihrer industrieller Anwendung am Standort Frankfurt. In der aktuellen Phase III mietet die Betreibergesellschaft 3.000 Quadratmeter bei einem privaten Investor zur Untervermietung in kleineren Einheiten.
Wir können Impulse geben und Infrastrukturvoraussetzungen schaffen, also in die Standortqualität investieren, aber wir können und wollen nicht einzelne Unternehmen fördern, deren Zukunftsfähigkeit wir vermuten. Der Markt muss entscheiden, ob und wie er diese Infrastrukturangebote annimmt und umsetzt. Wir greifen nicht in den Wettbewerb ein, in dem sich starke Unternehmen behaupten müssen.

