Personaldienstleistung: Klebeeffekt erwünscht

Partner des Jobcenters Frankfurt: Weiss Personalmanagement GmbH

Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sucht die Weiss Personalmanagement GmbH zurzeit, ein mittelständisches inhabergeführtes Unternehmen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Neben dem Stammsitz am Roßmarkt in Frankfurt betreibt Thoralf Weiß Niederlassungen bzw. eigenständige Firmen auch in Hanau, Offenbach, Hamburg und Würzburg.

42 interne Mitarbeiter sind bei Weiss Personalmanagement beschäftigt, durchschnittlich 440 „Leiharbeiter“ werden in der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt. Den Hauptanteil der Firmenkunden machen mittelständische Betriebe aus. „Auch kleine und mittelständische Unternehmen haben längst die Vorteile der Zeitarbeit erkannt, um Auftragsspitzen und betriebliche Sondersituationen sowie krankheits- und urlaubsbedingte Engpässe zu überbrücken“, berichtet Geschäftsführer und Firmeninhaber Thoralf Weiß. Andererseits hält er es für „keine gesunde Entwicklung“, wenn eine Belegschaft überwiegend aus Zeitarbeitskräften besteht. „Arbeitnehmerüberlassung sollte die Stammbelegschaften keinesfalls ersetzen oder schwächen.“ Auch eine Rückkehr zu der früher geltenden zeitlichen Beschränkung des Einsatzes auf zwölf oder achtzehn Monate hält er für sinnvoll. Bei dieser Einschätzung beruft sich Weiß auf seine langjährige Branchenerfahrung: Nach dem Maschinenbaustudium kam der jetzt 42-jährige, aus Halle an der Saale stammende Firmenchef zur Arbeitnehmerüberlassung, seit 2000 hat er sein eigenes Unternehmen.

Weiss Personalmanagement ist ein Allrounder der Zeitarbeit, ohne Spezialisierung auf bestimmte Branchen und Berufe. Rund 60 Prozent der Leiharbeiter sind gewerbliche Hilfskräfte, weitere 25 Prozent gewerblich-technische Fachkräfte, der Rest verteilt sich auf die kaufmännischen Berufe. „Es ist eine schlichte Tatsache, dass viele der Leiharbeiter aufgrund individueller Umstände kaum eine andere Chance auf die Rückkehr ins Berufsleben als via Zeitarbeit haben. Gerade auch Langzeitarbeitslose brauchen diese Brücke. Für einen beträchtlichen Teil bietet der zeitlich befristete Einsatz in der Arbeitnehmerüberlassung den Weg in eine reguläre Anstellung bei einem Unternehmen – nicht nur während des laufenden Einsatzes, sondern oft auch erst danach, wenn sich ein Betrieb an die zuverlässig geleistete Arbeit erinnert. Dieser Klebeeffekt ist ausdrücklich erwünscht“, meint Thoralf Weiß.

Bei der Besetzung der 80 offenen Stellen verlässt sich Thoralf Weiß wieder auf einen Rekrutierungsweg, mit dem er seit Jahren systematisch zum Ziel gekommen ist: Er nutzt den Service von JobMobil, dem Arbeitgeberservice des Jobcenters Frankfurt. Sein direkter Ansprechpartner Lutz Wittig sorgt für die Veröffentlichung der Stellenangebote und veranlasst die Suche nach den geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern, die das Jobcenter betreut. Die Vorauswahl leitet er an Weiss weiter. „Das hat immer hervorragend geklappt und ist für uns der effektivste Weg zu geeigneten Arbeitskräften.“ Thoralf Weiß und Lutz Wittig arbeiten zusammen, seit das Jobcenter im Jahr 2005 gegründet wurde. Auch dies ist nur die Fortsetzung früherer gemeinsamer Aktivitäten, als Lutz Wittig noch für die Arbeitsförderung der Stadt Frankfurt tätig war, und geht sogar zurück in die Jahre, als Thoralf Weiß noch nicht selbstständiger Unternehmer war.
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Thoralf Weiß (li.) und Lutz Wittig von JobMobil verbindet eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Personalsuche.