Fachkräftenachwuchs für die Metall- und Elektroberufe

Spezialist der überbetrieblichen Ausbildung: Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH Langen

Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt bewertet Pittler als "ein bildungspolitisches Aushängeschild für unsere Stadt". Pittler war früher ein traditionsreiches Unternehmen des Maschinenbaus, aus dem 1986 die heutige Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH hervorgegangen ist. An die Maschinenfabrik erinnert jetzt nur noch der Name, "die Tradition allerdings lebt weiter", so Geschäftsführer Thomas Keil.
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Geschäftsführer Thomas Keil demonstriert ein neues Produkt aus der Werkstatt von Pittler. ProRegion: ein Fahrrad mit Elektroantrieb.

Die überbetriebliche Ausbildung und die Erwachsenenschulung mit dem Schwerpunkt in den Metall- und Elektroberufen sind die Hauptgeschäftsfelder der Einrichtung in der Amperestraße. Träger der Gesellschaft sind seit 1997 die Stadt Langen und seit 2006 die Stiftung ProRegion der Fraport AG. Die Gemeinschaftseinrichtung zählt zu den größten Ausbildungszentren der Rhein-Main-Region. Gut 30 Unternehmen – vor allem aus dem Bereich der mittelständischen Industrie – nutzen derzeitig das Angebot der qualifizierten überbetrieblichen Ausbildung. Je nach betrieblicher Situation übernimmt Pittler ProRegion die Komplettoder die Teilausbildung.
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Doris Maleschka-Becker (re.) von JobMobil lässt sich von Ausbilder Claudio Monaco die Funktionsweise einer computergesteuerten Abkantmaschine erklären - interessierte  Beobachter: Jessica Wadephul (li.) und Thomas Keil von Pittler ProRegion.

Rund 200 Auszubildende erhalten in der Einrichtung ihr theoretisches und praktisches Know-how, das sie für den späteren Beruf fit macht. Die Ausbildung folgt dem Prinzip des dualen Systems, das den betrieblichen Einsatz mit der fachtheoretischen Unterweisung in den Berufsschulen und Fachhochschulen verbindet. Die angehenden Facharbeiter lernen bei Pittler an hochmodernen Maschinen und werden von bestens qualifizierten, erfahrenen Ausbildern unterwiesen.
Die Ausbildungsberufe der Metall- und Elektrobranche stehen in Mittelpunkt:
  • Anlagenmechaniker/-in
  • Elektroniker/-in für Betriebstechnik bzw. für Gebäude und Infrastruktursysteme, Industriekaufmann/-frau
  • Industriemechaniker/-in, Konstruktionsmechaniker/-in
  • Maschinen- und Anlagenführer/-in
  • Mechatroniker/- in und
  • Zerspanungsmechaniker/-in
Darüber hinaus werden Bachelor-Studiengänge KIS Mechatronik, KIS Maschinenbau und KIS Elektronik angeboten, KIS steht für Kooperatives Ingenieurstudium System Engineering.
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Die Ausbilder Volker Koch (li.) und Claudio Monaco (re.) bei der praktischen Lehrunterweisung.

Die praktischen Kenntnisse werden im 3.600 Quadratmeter großen, im Jahr 2006 eröffneten Ausbildungszentrum vermittelt, das über einen großen Park von aktuell ausgestatteten Maschinen verfügt. Sie ermöglichen die Grund- und Fachausbildung in den jeweiligen Berufsbildern sowie fachspezifische Ausbildungen wie z. B. CNC-Programmieren, -Drehen und -Fräsen, CAD-Zeichnen, Steuerungstechnik, Pneumatik, E-Pneumatik, Hydraulik und SPS-Steuerungstechnik.
Die Aus- und Weiterbildung wird bei Pittler Pro-Region mit Fertigungsaufträgen für Fremdfirmen verbunden. Dadurch lernen die Auszubildenden die Betriebspraxis realitätsnah kennen und sind an den konkreten Planungs- und Fertigungsprozessen beteiligt, von der Kalkulation über die Kundengespräche bis hin zur Auftragserteilung, der Fertigung und Abnahme. Ein Nebeneffekt: Der Erlös dieser Fertigungsaufträge in den Bereichen Drehen, Fräsen, Blechbearbeitung, Elektromontage/-installation und Netzwerktechnik fließt in die Aus- und Weiterbildung zurück.
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Erste Zusammenarbeit von RMJ und Pittler ProRegion: die JobMobil-Börse für Information und Ausbildung 2010.

Die Vorteile der überbetrieblichen Ausbildung sind für pBA-Geschäftsführer Thomas Keil offenkundig. Spezialisierte Ausbilder können sich intensiver um die Jugendlichen kümmern, als dies üblicherweise in der Betriebsroutine möglich ist. Schwächen und Defizite werden schnell erkannt und gezielt ausgeglichen. Die technische Ausstattung des Ausbildungszentrums schließlich ist so breit, modern und zukunftsorientiert angelegt wie in kaum einem Betrieb, der auf bestimmte Produktionsverfahren ausgerichtet ist. Der Erfolg gibt Thomas Keil recht: Die Quote der nicht bestandenen Prüfungen liegt unter zwei Prozent!
Pittler ProRegion betreibt Ausbildungsmanagement in einem umfassenden Sinn. Das schließt auch die Bewerbervorauswahl ein, wenn ein Unternehmen diesen Service nutzen möchte. Dann suchen die Fachleute die geeigneten jungen Menschen. In diesem Bereich arbeitet das Langener Unternehmen mit der Rhein-Main Jobcenter GmbH zusammen. Erstmals beteiligte sich Pittler ProRegion bei der JobMobil-Börse für Information und Ausbildung 2010, um Jugendliche direkt anzusprechen.
Doris Maleschka-Becker, im JobMobil-Team für die Besetzung von Ausbildungsstellen zuständig, führt seither den Kontakt, um Bewerbern die Chance zu geben, den Einstieg in eine Berufsausbildung mit Hilfe von Pittler ProRegion zu finden. Voraussetzung ist die Eignung, um den hohen fachlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dass auch Motivation, Pünktlichkeit, Sorgfalt und Ordnungssinn für den Ausbildungs- und Berufserfolg wichtig sind, ist für die erfahrenen Ausbilder selbstverständlich. Das "Ausbildungsmanagement" von Pittler ProRegion arbeitet auch daran.