„Mehr denn je bedeutet Stillstand Rückschritt“
Arbeitsdirektor Herbert Mai, Mitglied des Vorstands der Fraport AG
Der Winterflugplan 2011 ist ein Meilenstein für den Flughafenausbau. Die neue Landebahn ist in Betrieb gegangen. Welche Bedeutung hat die Erweiterung für das Unternehmen Fraport AG und für den Wirtschaftsstandort?
Arbeitsdirektor Herbert Mai: Die neue Landebahn sichert die Zukunftsfähigkeit von Deutschlands zentralem Luftfahrtstandort auf dem Wachstumsmarkt der Luftverkehrswirtschaft und trägt dazu bei, dass wir uns auf dem sich bis 2020 an Passagieren und Fracht verdoppelnden Markt international behaupten können. Der Ausbau des Flughafens ist für unsere Heimatregion zudem die Voraussetzung, um sich im schärfer werdenden Wettbewerb der europäischen Regionen behaupten zu können.
Arbeitsdirektor Herbert Mai: Die neue Landebahn sichert die Zukunftsfähigkeit von Deutschlands zentralem Luftfahrtstandort auf dem Wachstumsmarkt der Luftverkehrswirtschaft und trägt dazu bei, dass wir uns auf dem sich bis 2020 an Passagieren und Fracht verdoppelnden Markt international behaupten können. Der Ausbau des Flughafens ist für unsere Heimatregion zudem die Voraussetzung, um sich im schärfer werdenden Wettbewerb der europäischen Regionen behaupten zu können.
Der Flughafen Frankfurt spielt in der Liga der Top-Ten – weltweit –, sowohl bei den Passagierzahlen als auch beim Frachtaufkommen. Sind die Standortfaktoren geeignet, diese Position im Wettbewerb mit dynamisch wachsenden internationalen Wettbewerbern zu behaupten?
Herbert Mai: Ja. Der Flughafen Frankfurt ist, neben Paris, das leistungsfähigste Luftverkehrsdrehkreuz in Kontinentaleuropa. Mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn am 21. Oktober haben wir das Fundament gelegt, damit Frankfurt sich auch im zukünftigen Wettbewerb bestens behaupten kann. Die Finanzmetropole Frankfurt ist in nur elf Minuten per S-Bahn zu erreichen – das ist für einen Flughafen dieser Größenordnung Weltspitze.
Herbert Mai: Ja. Der Flughafen Frankfurt ist, neben Paris, das leistungsfähigste Luftverkehrsdrehkreuz in Kontinentaleuropa. Mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn am 21. Oktober haben wir das Fundament gelegt, damit Frankfurt sich auch im zukünftigen Wettbewerb bestens behaupten kann. Die Finanzmetropole Frankfurt ist in nur elf Minuten per S-Bahn zu erreichen – das ist für einen Flughafen dieser Größenordnung Weltspitze.
Investitionen werden generell an der Kennziffer „neue Arbeitsplätze“ gemessen. Wie viele Arbeitsplätze schafft der Flughafenausbau?
Herbert Mai: Die Zahl der Arbeitsplätze hat sich zwischen 1974 und 2010 am Flughafen Frankfurt verdreifacht und liegt heute bei 71.000. In dieser Zahl sind die Beschäftigten der Gewerbegebiete „Mönchhof-Gelände“, „Gateway Gardens“ und des Büro- und Dienstleistungskomplexes „The Squaire“, die alle in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Flughafen stehen, nicht mitgezählt. Der Flughafen ist damit die größte Arbeitsstätte Deutschlands. Durch den Flughafenausbau, der neben der Landebahn auch ein neues Terminal umfasst, wird diese Entwicklung noch verstärkt. Laut Gutachten werden durch den Ausbau rund 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Darin enthalten sind nicht nur die Arbeitsplätze am Standort Flughafen selbst, sondern auch die Arbeitsplätze, die durch den Standortfaktor Flughafen entstehen. Dazu gehören Arbeitsplätze, die durch die Ansiedlung von Unternehmen oder Niederlassungen in Flughafennähe wegen des überragenden Mobilitätsangebotes geschaffen werden.
Herbert Mai: Die Zahl der Arbeitsplätze hat sich zwischen 1974 und 2010 am Flughafen Frankfurt verdreifacht und liegt heute bei 71.000. In dieser Zahl sind die Beschäftigten der Gewerbegebiete „Mönchhof-Gelände“, „Gateway Gardens“ und des Büro- und Dienstleistungskomplexes „The Squaire“, die alle in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Flughafen stehen, nicht mitgezählt. Der Flughafen ist damit die größte Arbeitsstätte Deutschlands. Durch den Flughafenausbau, der neben der Landebahn auch ein neues Terminal umfasst, wird diese Entwicklung noch verstärkt. Laut Gutachten werden durch den Ausbau rund 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Darin enthalten sind nicht nur die Arbeitsplätze am Standort Flughafen selbst, sondern auch die Arbeitsplätze, die durch den Standortfaktor Flughafen entstehen. Dazu gehören Arbeitsplätze, die durch die Ansiedlung von Unternehmen oder Niederlassungen in Flughafennähe wegen des überragenden Mobilitätsangebotes geschaffen werden.
Die Fraport AG setzt mit einem Nachhaltigkeitsprogramm Prioritäten für die künftige Entwicklung. „Attraktivität als Arbeitgeber“ ist neben Sicherheit im Luftverkehr, Klima- und Lärmschutz und Kundenzufriedenheit einer der sechs Schwerpunkte dieses Programms. Was kennzeichnet einen attraktiven Arbeitgeber?
Herbert Mai: Attraktive Arbeitgeber ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bieten berufliche Perspektiven und sichere Arbeitsplätze. Sie schaffen generell ein professionelles Arbeitsumfeld und nutzen die Wachstumschancen ihres Segments, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entwickeln. Durchaus im Unternehmensinteresse: Mehr denn je bedeutet Stillstand Rückschritt. Das gilt auch und vor allem bei der Qualifikation der Beschäftigten.
Herbert Mai: Attraktive Arbeitgeber ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bieten berufliche Perspektiven und sichere Arbeitsplätze. Sie schaffen generell ein professionelles Arbeitsumfeld und nutzen die Wachstumschancen ihres Segments, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entwickeln. Durchaus im Unternehmensinteresse: Mehr denn je bedeutet Stillstand Rückschritt. Das gilt auch und vor allem bei der Qualifikation der Beschäftigten.
Die Fraport AG ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Über welche Größenordnungen sprechen wir direkt und indirekt?
Herbert Mai: Die Fraport AG und ihre Töchter beschäftigen allein am Standort Frankfurt gut 21.000 Menschen. Für 2011 sollen insgesamt 2.000 neue Kolleginnen und Kollegen – vor allem für operative Tätigkeiten auf dem Vorfeld und in den Terminals eingestellt werden.
Herbert Mai: Die Fraport AG und ihre Töchter beschäftigen allein am Standort Frankfurt gut 21.000 Menschen. Für 2011 sollen insgesamt 2.000 neue Kolleginnen und Kollegen – vor allem für operative Tätigkeiten auf dem Vorfeld und in den Terminals eingestellt werden.
Sie sind das familienfreundlichste Unternehmen Deutschlands. Durch welche Maßnahmen haben Sie diese Auszeichnung erreicht?
Herbert Mai: Zum einen durch vielfältige und innovative Arbeitszeitmodelle – Angebote für Frauen und für Männer! Wir tragen durch verschiedene Maßnahmen dazu bei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Dazu gehört auch, dass wir im Konzern zwei Kinderkrippen und mehrere Kinderbetreuungseinrichtungen in Kooperation mit anderen Arbeitgebern aus der Region betreiben. Dort können Beschäftigte ihre Kinder auch außerhalb der sonst üblichen Zeiten betreuen lassen. Mit dem Familienservice haben wir eine eigene Abteilung, die unsere Mitarbeiter und deren Familien in praktisch allen Lebenslagen unterstützt und bei Problemen gemeinsam mit ihnen nach Lösungen sucht.
Herbert Mai: Zum einen durch vielfältige und innovative Arbeitszeitmodelle – Angebote für Frauen und für Männer! Wir tragen durch verschiedene Maßnahmen dazu bei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Dazu gehört auch, dass wir im Konzern zwei Kinderkrippen und mehrere Kinderbetreuungseinrichtungen in Kooperation mit anderen Arbeitgebern aus der Region betreiben. Dort können Beschäftigte ihre Kinder auch außerhalb der sonst üblichen Zeiten betreuen lassen. Mit dem Familienservice haben wir eine eigene Abteilung, die unsere Mitarbeiter und deren Familien in praktisch allen Lebenslagen unterstützt und bei Problemen gemeinsam mit ihnen nach Lösungen sucht.
Weshalb propagieren Sie den „Erfolgsfaktor Familie“?
Herbert Mai: Wir befinden uns als Flughafen in einer spannenden und vielseitigen Wachstumsbranche, die eine große Bandbreite an sicheren Arbeitsplätzen bietet. Im Wettbewerb um den Nachwuchs reicht das natürlich nicht aus. Deshalb legen wir sehr viel Wert auf Familienfreundlichkeit. Das ist doch heute einer der zentralen Punkte, an dem sich entscheidet, ob wir eine neue Mitarbeiterin oder einen neuen Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen können.
Herbert Mai: Wir befinden uns als Flughafen in einer spannenden und vielseitigen Wachstumsbranche, die eine große Bandbreite an sicheren Arbeitsplätzen bietet. Im Wettbewerb um den Nachwuchs reicht das natürlich nicht aus. Deshalb legen wir sehr viel Wert auf Familienfreundlichkeit. Das ist doch heute einer der zentralen Punkte, an dem sich entscheidet, ob wir eine neue Mitarbeiterin oder einen neuen Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen können.
Brauchen wir auch Menschen, die die so genannten „einfachen Tätigkeiten“ verrichten?
Herbert Mai: Eindeutig ja. Diese so genannten „einfachen Tätigkeiten“ sind ein Fundament, auf dem auch hochtechnologische Gesellschaften aufbauen. Ganz ähnlich stellen sich die Dinge im Luftverkehr dar. Einerseits High-Tech, das Fliegen überhaupt ist das Symbol für die grenzenüberwindenden Möglichkeiten, die sich der Mensch mit der Technik geschaffen hat. Andererseits Arbeiten, bei denen es darauf ankommt, dass wie auf dem Vorfeld des Flughafens schnell angepackt, gehandelt wird, dass große Mengen Material bewegt werden, dass viele Menschen in einem begrenzten Raum – den Terminals und Gates etc. – die Bewegungsmöglichkeiten finden, die sie suchen und brauchen. Wir sind übrigens einer der wenigen Arbeitgeber, der Menschen mit eher niedriger Basisqualifikation eine Perspektive bietet. Bei uns können auch Hauptschüler einen Ausbildungsplatz bekommen.
Herbert Mai: Eindeutig ja. Diese so genannten „einfachen Tätigkeiten“ sind ein Fundament, auf dem auch hochtechnologische Gesellschaften aufbauen. Ganz ähnlich stellen sich die Dinge im Luftverkehr dar. Einerseits High-Tech, das Fliegen überhaupt ist das Symbol für die grenzenüberwindenden Möglichkeiten, die sich der Mensch mit der Technik geschaffen hat. Andererseits Arbeiten, bei denen es darauf ankommt, dass wie auf dem Vorfeld des Flughafens schnell angepackt, gehandelt wird, dass große Mengen Material bewegt werden, dass viele Menschen in einem begrenzten Raum – den Terminals und Gates etc. – die Bewegungsmöglichkeiten finden, die sie suchen und brauchen. Wir sind übrigens einer der wenigen Arbeitgeber, der Menschen mit eher niedriger Basisqualifikation eine Perspektive bietet. Bei uns können auch Hauptschüler einen Ausbildungsplatz bekommen.
Sie arbeiten mit dem Jobcenter Frankfurt zusammen und haben z. B. den internationalen Begrüßungsservice ermöglicht, der langzeitarbeitslosen Menschen neue Chancen eröffnet. Ist das Jobcenter mit dem Handlungsprinzip „Fördern und Fordern“ auf dem richtigen Weg?
Herbert Mai: Davon bin ich überzeugt. In dem Beispiel, das Sie aufführen, arbeiten wir mit der Gemeinnützigen Frankfurter Frauen-Beschäftigungsgesellschaft (GFFB) zusammen, die es langzeitarbeitslosen Menschen über verschiedene Projekte ermöglicht, sich dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Eines dieser Projekte ist der Welcome Service der Stadt Frankfurt. Diesen Service haben wir bereits seit dem Jahr 2005 hier am Flughafen integriert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hoch motiviert, einige konnten durch diese gelungene Maßnahme am Flughafen unbefristet Arbeit finden. Wir sind von diesem Projekt überzeugt und halten auch in Zukunft daran fest.
Herbert Mai: Davon bin ich überzeugt. In dem Beispiel, das Sie aufführen, arbeiten wir mit der Gemeinnützigen Frankfurter Frauen-Beschäftigungsgesellschaft (GFFB) zusammen, die es langzeitarbeitslosen Menschen über verschiedene Projekte ermöglicht, sich dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Eines dieser Projekte ist der Welcome Service der Stadt Frankfurt. Diesen Service haben wir bereits seit dem Jahr 2005 hier am Flughafen integriert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hoch motiviert, einige konnten durch diese gelungene Maßnahme am Flughafen unbefristet Arbeit finden. Wir sind von diesem Projekt überzeugt und halten auch in Zukunft daran fest.
Wie beurteilen Sie die Entwicklung, dass die Zahl der „Aufstocker“ steigt, dass also mehr Menschen nicht von ihrer Berufstätigkeit leben können und staatliche Zusatzleistungen brauchen?
Herbert Mai: Ich halte das für bedenklich. In vielen Unternehmen und Geschäftsbereichen, in denen qualitativ hochwertige Arbeitsleistung erwartet wird, sind die Vergütungen der Beschäftigten vergleichsweise niedrig – beispielsweise im Gesundheitswesen das Betreuungspersonal und die Pflegekräfte, in der Kinderbetreuung oder auch im Sicherheitsgewerbe. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich – teilweise wird mit leeren Staatskassen argumentiert, teilweise findet ein sehr aggressiver Wettbewerb statt. Zukünftig wird es wohl zunehmend schwerer werden, qualifiziertes Personal zu finden, das bereit ist, für derartiges Entgelt entsprechend verantwortungsvolle Tätigkeiten auszuführen. Da die Tätigkeiten selbst aber nicht entbehrlich sind, denke ich, dass hier perspektivisch Anpassungen erfolgen werden.
Herbert Mai: Ich halte das für bedenklich. In vielen Unternehmen und Geschäftsbereichen, in denen qualitativ hochwertige Arbeitsleistung erwartet wird, sind die Vergütungen der Beschäftigten vergleichsweise niedrig – beispielsweise im Gesundheitswesen das Betreuungspersonal und die Pflegekräfte, in der Kinderbetreuung oder auch im Sicherheitsgewerbe. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich – teilweise wird mit leeren Staatskassen argumentiert, teilweise findet ein sehr aggressiver Wettbewerb statt. Zukünftig wird es wohl zunehmend schwerer werden, qualifiziertes Personal zu finden, das bereit ist, für derartiges Entgelt entsprechend verantwortungsvolle Tätigkeiten auszuführen. Da die Tätigkeiten selbst aber nicht entbehrlich sind, denke ich, dass hier perspektivisch Anpassungen erfolgen werden.
Sie sind seit mehr als zehn Jahren Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der Fraport AG. Welche personalpolitischen Vorstellungen und Ziele haben Sie in diesen Jahren erreicht?
Herbert Mai: Fraport ist bei gravierend veränderter Markt- und Wettbewerbssituation nach wie vor ein begehrter Arbeitgeber. Ich denke, das liegt insbesondere an unserer Kultur, die auch und gerade in schwierigen Zeiten daran festhält, dass es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, die den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen. Die sorgfältige Auswahl von Führungskräften, differenzierte Angebote für eine gute Work-Life-Balance und das immer wieder einzulösende Gebot des Forderns und Förderns unserer Beschäftigten flankieren diese Grundausrichtung. Dass auch unsere Konzerngesellschaften unter teils noch sehr viel strapaziöseren Wettbewerbsbedingungen diese Grundsätze teilen und durchgehend tarifgebunden sind, ist mehr als eine Randnotiz.
Herbert Mai: Fraport ist bei gravierend veränderter Markt- und Wettbewerbssituation nach wie vor ein begehrter Arbeitgeber. Ich denke, das liegt insbesondere an unserer Kultur, die auch und gerade in schwierigen Zeiten daran festhält, dass es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, die den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen. Die sorgfältige Auswahl von Führungskräften, differenzierte Angebote für eine gute Work-Life-Balance und das immer wieder einzulösende Gebot des Forderns und Förderns unserer Beschäftigten flankieren diese Grundausrichtung. Dass auch unsere Konzerngesellschaften unter teils noch sehr viel strapaziöseren Wettbewerbsbedingungen diese Grundsätze teilen und durchgehend tarifgebunden sind, ist mehr als eine Randnotiz.
Welche Zukunftsperspektiven – um den Begriff „Visionen“ zu vermeiden – sehen Sie für Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt?
Herbert Mai: Praktisch alle Lebenssituationen werden komplexer, das gilt für Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt allemal. Der Megatrend demografischer Wandel, der Wandel sozialer Strukturen und Werte, der auch und gerade auf die Einstellung der Arbeitnehmer und die Formen der Erwerbsarbeit durchschlägt, die Entwicklung der Wissensgesellschaft, das Internet, das teils völlig veränderte Muster der Interaktion auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringt, alles das führt zu Herausforderungen, die nicht geradlinig und eindimensional gelöst werden können. Eine Perspektive heißt also: Komplexität managen, und nicht vor ihr in die Knie gehen.
Herbert Mai: Praktisch alle Lebenssituationen werden komplexer, das gilt für Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt allemal. Der Megatrend demografischer Wandel, der Wandel sozialer Strukturen und Werte, der auch und gerade auf die Einstellung der Arbeitnehmer und die Formen der Erwerbsarbeit durchschlägt, die Entwicklung der Wissensgesellschaft, das Internet, das teils völlig veränderte Muster der Interaktion auf dem Arbeitsmarkt mit sich bringt, alles das führt zu Herausforderungen, die nicht geradlinig und eindimensional gelöst werden können. Eine Perspektive heißt also: Komplexität managen, und nicht vor ihr in die Knie gehen.
Herbert Mai war nach einer Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen Regierungsinspektor beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf. Anschließend folgte eine Tätigkeit für die Gewerkschaft ÖTV in Hessen. Berufsbegleitend absolvierte er die Fachhochschule für Sozialarbeit in Frankfurt am Main. Vom Landesvorsitzenden in Hessen 1982 wurde Herbert Mai 1995 Vorsitzender der ÖTV. 1996 wurde Herbert Mai zum Präsidenten des Europäischen Gewerkschaftsverbandes für den öffentlichen Dienst (EGÖD) und zum Präsidenten der europäischen Organisation der Internationale der öffentlichen Dienste (IÖD) gewählt.
Herbert Mai ist Vorsitzender der Fachgruppe Flughäfen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und Mitglied des Präsidiums der VKA. In der Frankfurter Sportstiftung engagiert er sich besonders in der Förderung von Nachwuchssportlern des Rhein-Main-Gebietes. Darüber hinaus ist er aktiv im Präsidium des IB - Internationaler Bund für Sozialarbeit und im Vorstand der Fritz-Bauer-Stiftung.

