Dulce: Leidenschaft für Chocolate & Icecream

Erfolgreich: Matthias Schneider – Vom Start in Sachsenhausen zum bundesweit aufgestellten Unternehmen

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Frische Kuchen, Eis, Schokolade, Pralinen, Konfekt und Kaffee: Matthias Schneider machte seine Leidenschaft für Süßes zum Beruf. Im April 2007 eröffnete er einkleines Café in der Schweizer Straße, mitten in der Betriebsamkeit von Sachsenhausen. Damals stand er mit seiner Frau Barbara selbst hinter der Theke. Jetzt, nach vier Jahren, gibt es Dulce fast zwanzigmal in Deutschland. Zwölf neue Partnerfilialen werden im Lauf des Jahres 2011 noch hinzukommen. Dann ist die Grenze von 500 Mitarbeitern überschritten. Die Schweizer Straße ist der Ursprungsort und die Keimzelle von Dulce und wird wohl auch in Zukunft das Pilotprojekt des Unternehmens bleiben. Berlin und Starnberg, Hamburg und Dresden, Düsseldorf, Mainz und Trier: Dulce ist bundesweit aufgestellt.
Matthias Schneider hat Wirtschaftsgeographie an der Universität Frankfurt studiert und war für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig – sein Schwerpunkt „Hotellerie und Gastronomie“. Hier hat er auch Franchisesysteme kennengelernt, empfand stringente Vorgaben aber durchaus auch als Beschränkung für unternehmerisches Handeln. Jetzt ist er selbst ein Franchisegeber, der den Partnern den sinnvollen Freiraum im System einräumt.
Dulce-Produkte sind selbst hergestellt, frisch in allen Filialen, natürlich zu einhundert Prozent, nach den Rezepten der Großeltern. Matthias Schneider zielt auf einen anspruchsvollen Kundenkreis, Menschen, die natürlichen Genuss wollen und für authentische Produkte reelle Preise zu zahlen bereit sind. 80 bis 90 Prozent sind Stammkunden, schätzt er. Die Qualitätsansprüche gelten sowohl für die frischen Angebote in den Cafés als auch für Pralinen und Schokolade, die in einem eigenen „Atelier“ wie in einer Manufaktur hergestellt werden.
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Produktqualität und Servicequalität sind für Matthias Schneider die beiden Seiten einer Medaille. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. „Wir müssen uns Mühe geben.“ Auf diese einprägsameinfache Formel bringt er den Anspruch, den er auch an die Mitarbeiter hat. Acht bis zehn arbeiten durchschnittlich in einer Filiale während der Wintermonate, während der Saison sind es ungefähr zwanzig. Flexibilität für den zeitlichen Einsatz, der witterungsbedingt auch sehr kurzfristig terminiert werden muss, ist eine Grundvoraussetzung. Entscheidend kommt es auf die Servicefreundlichkeit, die Dienstleistungsbereitschaft und die Kommunikationsfähigkeiten an. Sie muss ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin von sich aus mitbringen, die fachlichen Fertigkeiten können trainiert werden.
Bei Dulce haben Menschen eine Chance, unabhängig davon ob sie angelernt, ungelernt oder ausgebildet sind, langzeitarbeitslos waren oder einen Migrationshintergrund haben. Auch Teilnehmern aus Intgrationsprojekten hat Matthias Schneider eine Perspektive gegeben – „eine Chance, die sie ergreifen und sich bewähren müssen“. Dulce arbeitet selbstverständlich auch mit dem Jobcenter Frankfurt zusammen und will diese Schiene der Personalrekrutierung in Zukunft verstärken. Beste Erfahrungen hat Matthias Schneider mit einem ganz schlichten und traditionellen Verfahren gemacht: Freie Stellen werden über ausgehängte Zettel in den Filialen angeboten. Das führt oft zum gewünschten Erfolg. Daneben steht die Mitarbeiterempfehlung.
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Für Matthias Schneider zählt der Einzelfall, der individuelle Mensch. Erst kürzlich hatte er einen älteren Bewerber, einen gelernten und berufserfahrenen Konditor. Im Gespräch und nach einem sehr erfolgreichen Probearbeitstag entschied er sich aber gegen ein normales Anstellungsverhältnis. Er hat dem Konditor die Verantwortung für einen eigenen Laden übertragen. Diesmal nicht als Partner und Franchisenehmer, sondern in der Funktion eines Pächters, die Sicherheit, Entwicklungsmöglichkeiten und Freiräume gleichzeitig bietet.
Von Anfang an bildet Dulce aus: Eine Auszubildende hat ihre Lehrzeit als Fachkraft für Systemgastronomie bereits beendet. Bei den Restaurantfachkräften kooperiert das Unternehmen mit einem klassischen Gastronomiebetrieb, um die Ausbildungsbreite zu gewährleisten.
In der Personalrekrutierung und -führung sieht Matthias Schneider die zentrale Herausforderung für Erfolg oder Scheitern von Unternehmen der Dienstleistungsbranche. Deshalb ist für ihn die Expansion kein Selbstzweck und er definiert sie nicht als Unternehmensziel an sich. Aber der Erfolg spricht für sich: Leistung durch Leidenschaft.