Claudia Czernohorsky-Grüneberg,Jobcenter Frankfurt Stephanie Krömer, Agentur für Arbeit Frankfurt

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber,

Zahlen sind mehr als rein statische Werte, gerade in Umbruchs-situationen und Krisenzeiten wie aktuell sind sie wichtige Indika-toren für Entwicklungen. Das gilt auch für den Arbeitsmarkt. Die monatlichen Arbeitsmarktberichte der Bundesagentur für Arbeit,der Regionaldirektion Hessen und der Agentur für Arbeit Frankfurt zeigen diese Entwicklungen auf. Eine Einordnung für den „Arbeits-markt im Wandel“ gibt Prof. Walwei vom Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung in dieser Ausgabe. Sein Fazit: „Wirtschaft und Arbeitsmarkt werden aus heutiger Sicht längere Zeit brauchen, bis sie wieder Vorkrisenstände erreichen.“

Der Frankfurter Arbeitsmarktbericht für den Monat September verzeichnet „ein leichtes Aufatmen“. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen in der Stadt Frankfurt am Main wieder etwas zurückge-gangen. Gleichzeitig meldeten die Unternehmen etwas mehr freie Stellen als im August. Fünf Monate in Folge war die Arbeitslosigkeit vorher corona bedingt angestiegen.

Wie stark die Pandemie die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst hat, macht der Vorjahresvergleich deutlich: Aktuell waren 11.548 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im September 2019, ein Anstieg um 57,8 Prozent. Die deutlich schlechtere Entwicklung trifft besonders auch die Jüngeren. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei ihnen mit über 73 Prozent den deutlich größten prozentualen Anstieg. Aber auch in diesem Jahr konnten und können Jugendliche nach der Schule in Ausbildung oder Studium einsteigen.

Was bedeutet dies konkret für Arbeitgeber? Im ersten Beitrag dieser Ausgabe stellen wir die aktuellen Förderprogramme für Ausbildungsbetriebe dar. Mehrere Best-Practice-Beispiele zeigen den erfolgreichen Einsatz des Teilhabechancengesetzes bei der Arbeitsmarktintegration von Menschen, die schon längere Zeit arbeitslos sind. Unter der Überschrift „Vereinte Kräfte – gebündelte Kompetenzen“ gehen wir auf eine von Wirtschaftsdezernent Markus Frank initiierte Aktion ein, für die das Jobcentermotto gilt: „Gemeinsam für Frankfurt vorangehen.“


Claudia Czernohorsky-Grüneberg Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt am Main

Stephanie Krömer Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt